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Kirchenmusik

Kirchenmusik

Die Kirchenmusik spielt eine wichtige Rolle im Leben unserer Gemeinde.

Sie trägt bei zur Verkündigung des Evangeliums.

Als Musik zur Ehre Gottes hat die Musik einen hohen Stellenwert im Gottesdienst.

Viele Menschen musizieren gemeinsam in verschiedenen Gruppen wie der Kantorei, dem Posaunenchor, den Kinderchören sowie Bands, um so zur Freude der Gottesdienst- und Konzertbesucher beizutragen.

Sängerinnen und Sänger gesucht

Im neuen Jahr besteht wieder die Gelegenheit, zu den Proben der Kantorei St. Johannis dazu zu kommen.

Besonders Tenöre, aber auch Sopran-, Alt- und Bassstimmen sind herzlich eingeladen, ab Januar an den Chorproben teilzunehmen.

Wir proben für Konzerte, für Auftritte in den Gottesdiensten und für weitere Anlässe.

 

Brahms-Requiem

Welch ein musikalisches Ereignis!

Die Neustädter und Oldenburger Kantoreien führten am 10. November 2019 das deutsche Requiem von Johannes Brahms in der Oldenburger St.-Johannis-Kirche auf.

Das Meisterwerk von Johannes Brahms (1833-1897) in Oldenburg zu erleben, war schon etwas Besonderes. Eine volle Kirche begleitete diesen eindrucksvollen musikalischen Vortrag der Oldenburger und Neustädter Kantoreien unter Leitung von Matthias Voget und den Solisten Lisa Ziehm (Sopran) und Christfried Biebrach (Bariton). Den Chor verstärkte an diesem Abend der Neustädter Kantor Andreas Brunion, der noch am Vortag das Requiem in Neustadt dirigierte. Hier unterstützte ihn Matthias Voget als Sänger. Die Aufführung des Meisterwerkes in Oldenburg jährte sich in diesem Jahr das 150. Mal. Am 18. Februar 1869 wurde das siebensätzige Werk das erste Mal im Leipziger Gewandhaus uraufgeführt und verhalf dem damals 35-jährigen Brahms zum Durchbruch als international anerkannter Komponist.

Präzise und stimmgewaltig präsentierte sich das Ensemble, das aus 85 Sängerinnen und Sängern des Oldenburger und Neustädter Chores, der Sinfonietta Lübeck und den Solisten Lisa Ziehm (Sopran) und Christfried Biebrach (Bariton) zusammengesetzt war. Die Stimmen des Chores reichten aus, um einerseits einen wuchtigen Sog zu erzeugen, andererseits einen nötigen Druck aufzubauen. Die Solisten verhalfen dem Chor und dem Orchester mit ihren klaren Stimmen in absolut ebenbürtiger und ergänzender Weise, die thematisch zu unterstreichenden aber auch solitär darzustellenden Passagen zu ergänzen. Dem Dirigenten, Matthias Voget, gelang es, ein Gleichgewicht zwischen Chor,

Orchester und Solisten herzustellen, was neben der vokalen Leistung der Akteure sicherlich den Höhepunkt der musikalischen Darbietung darstellte. Das Ergebnis war eine zurückhaltende, innige Interpretation, die gleichfalls eine emotionale Tiefe und intensive Ausdruckskraft in sich trug. Nicht nur das getragene, langsame Tempo, auch die feinen dynamischen Schattierungen und die impulsiven Passagen, die Voget dem Ensemble entlockte, waren atemberaubend. Sieben Sätze, einer schöner als der andere, formten an diesem Abend das Requiem von Brahms zu einem musikalischen Hochgenuss.

Thomas Wroblewski