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Posaunenchor

Posaunenchor Oldenburg

Wir spielen Choräle, Volkslieder, Gospels und Konzertstücke querblechein in Gottesdiensten, Konzerten und zu verschiedenen Anlässen.

Für interessierte Neueinsteiger besteht die Möglichkeit, ein Blechblasintrument zu erlernen.
Wir treffen uns donnerstags von 19.15 bis 20.45 Uhr im Gemeindehaus Wallstraße 3.

Wenn Sie Interesse haben mitzuspielen, melden Sie sich bitte bei Kantor Matthias Voget, Tel. 04361 6262040

 

 

Reise zum 2. Deutschen Evangelischen Posaunentag in Dresden vom 3. bis 5. Juni 2016

Am Freitag, den 3. Juni sind wir um 7 Uhr am Oldenburger Bahnhof mit dem Bus losgefahren. Gemeinsam mit Mitgliedern aus weiteren Posaunenchören des Kirchenkreises Ostholstein (Burg, Land-kirchen, Heiligenhafen) begaben wir uns auf die Busreise nach Dresden. Nach ungefähr 10 Stunden Fahrt, mit mehreren für den Busfahrer vorgeschriebenen Pausen und verkehrsbedingten Verzögerungen, erreichten wir im Regen Dresden.

Die Oldenburger Gruppe, mit gesamt 18 Mitreisenden, stieg als erste aus dem Bus und bezog als Quartier ein kleines, gemütliches Hotel in der Dresdner Neustadt. Nach einer halben Stunde ging es schon wieder los. Wir erkundeten die Straßenbahnverbindung und begaben uns in die Altstadt. Auf die Teilnahme an der Eröffnungsveranstaltung haben wir aufgrund der späten Ankunft und des anhaltenden Regens verzichtet. Wir sorgten lieber für unser leibliches Wohl und sind gemeinsam zum Essen gegangen.

Um 20 Uhr haben wir dann ein Konzert des Dresdner Kammerchores und des Dresdner Barockorchesters besucht. In der vollbesetzten Martin-Luther-Kirche wurden Auszüge aus „Die Psalmen Davids“ von Heinrich Schütz aufgeführt. Nach dieser tollen Veranstaltung ging es zurück ins Hotel und nach dem ersten langen Tag begaben sich alle zum Schlafen.

Am nächsten Tag gab es um 7.30 Uhr Frühstück. Als erster Programmpunkt stand dann die Probe für den Abschlussgottesdienst im Dresdner Stadion auf dem Programm. Im Stadion hatten wir zunächst Probleme unsere Notenständer richtig hinzustellen, da diese in die Sitzreihe vor uns platziert werden mussten. Schließlich haben wir die Notenständer mit Spanngurten an den Sitzen befestigt, damit sie nicht umfallen und dem Vordermann auf den Kopf fallen konnten. Um 13 Uhr war die Probe, die auch viel Spaß gemacht hat, vorbei und wir hatten nachmittags Freizeit. Wir haben uns in kleine Gruppen aufgeteilt. Einige besichtigten die Sehenswürdigkeiten Dresdens: die Frauenkirche, den Zwinger, die Semperoper. Man konnte auch Infostände besuchen, bei Standkonzerten anderer Posaunenchöre zuhören oder sich ins Café setzen und dem Treiben der mittlerweile vollen Innenstadt zusehen. Am Abend gingen wir wieder gemeinsam Essen, was gar nicht so einfach war. Die Stadt war voll, über 20.000 zusätzliche Gäste wollten versorgt werden. In einem Burger-Restaurant fanden wir als Gruppe noch Platz. Nach langer Wartezeit machten wir uns dann, etwas unter Zeitdruck, wieder auf den Weg, denn wir wollten an der Serenade am Elbeufer teilnehmen. Wir schafften es noch, rechtzeitig zum Beginn der Serenade um 21 Uhr unsere Instrumente zu holen und mit der Straßenbahn und einem Fußmarsch das rechte Elbeufer zu erreichen. Auf beiden Seiten der Elbe standen große Chöre, die abwechselnd und gemeinsam das Abendprogramm gestalteten. Bei gutem Wetter verfolgten viele Zuschauer an beiden Elbufern sowie auf zwei Elbbrücken diese imposante Veranstaltung. Zum Abschluss gab es noch ein Feuerwerk zu bestaunen. Als die Serenade zu Ende war, strömten tausende Bläser vom Veranstaltungsort. Wir mussten den ganzen Weg bis zur Straßenbahnstation wieder laufen. Das war sehr anstrengend. Im Hotel angekommen waren alle ziemlich geschafft und sind gleich ins Bett gegangen.

Sonntag Morgen gab es schon um 7 Uhr Frühstück. Um 9 Uhr war der erste Einsatz des Tages beim Morgenblasen. An 100 verschiedenen Stellen in der Stadt spielten Posaunenchöre. Das dauerte eine Stunde und hat Spaß gemacht. Danach mussten wir schon ins Stadion zur Vorbereitung und Anspielprobe für den Abschlussgottesdienst, der ja live im MDR-Fernsehen übertragen werden sollte. Um 12 Uhr begann dann der Gottesdienst, der zwar ziemlich lang, aber auch ein sehr eindrucksvolles Erlebnis war. Das ganze Stadion war voll besetzt mit ca. 22.500 Bläsern und auch vielen Besuchern.

Die Predigt wurde von Margot Käßmann, der Botschafterin des Rates der EKD für das Reformationsjubiläum 2017, gehalten. Als der Abschlussgottesdienst vorbei war, verließen wir mit den Massen von Bläsern das Stadion und liefen zu unserem Bus. Nach einer langen Rückfahrt erreichten wir gegen 22.30 Uhr wieder Oldenburg.

Der Besuch des 2. deutschen evangelischen Posaunentags mit dem Posaunenchor war zwar teilweise anstrengend, aber dennoch ein ganz tolles Gruppenerlebnis!

Luca Löblein